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Polnisches Verbot von Online Casino Gaming würde die lokale
Wirtschaft "verkrüppeln"
Das polnische Verbot von Online Glücksspielen hat weit reichende Folgen.
Das Wall Street Journal zeigt die Abhängigkeit des Spitzensports von
zahlungskräftigen Werbepartnern und warnt vor den verheerenden
Konsequenzen eines Glücksspielverbotes.
Auswirkungen des polnischen Verbots von Online-Glücksspielen
Ein Zeitungsartikel zeigt die möglichen Auswirkungen eines Verbots
von Online-Gaming in dem osteuropäischen Land. Dabei stellt sich die
zentrale Frage, was passiert eigentlich in einem Land in dem
Onlinekasinos und alle Arten von Online-Glücksspielen verboten sind,
während gleichzeitig die größten und beliebtesten Idole aus der Welt
des europäischen Spitzensports durch genau diese Onlinekasinos
gesponsert werden?
Während der polnische Gesetzgeber seine Absichten untermauert hat,
das kürzlich beschlossene, absolute Verbot von Glücksspielen so
schnell wie möglich umzusetzen (faktisch soll es bereits in der
nächsten Woche in Kraft treten), zeigt das angesehene Wall Street
Journal, dass ein solcher Schritt, enorme finanzielle Auswirkungen
auf das Land haben würde, das derzeit, wie viele andere Länder auch,
mit einer sehr schwachen Konjunktur kämpfen muss.
Europäischer Spitzensport ist abhängig von finanzkräftigen
Werbepartnern
"Weltweite Stars [des Fußballs] wie Cristiano Ronaldo und Ronaldinho
tragen inzwischen Trikots mit den Namen von Wett-Unternehmen in der
Brust an Stelle von traditionellen Markennamen, die bisher den Markt
für das Sportsponsoring beherrschten", schreibt Jonathan Clegg am
Anfang dieser Woche. "Unter schwierigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen führte das stetige Wachstum des Glücksspielsektors
im Internet zu einem kontinuierlichen Investment in das
Sportsponsoring und einem vermehrten generellen Engagement im Sport.“
Das könnte sich (und das wird sich wahrscheinlich) ändern, falls
Polen das nächste Land wird, das einem harten Kurs gegenüber dem
Online-Glücksspiel fährt. Ein Verbot "könnte polnische
Fußballvereine zwingen, lukrative Sponsoringverträge mit
[Online-Glücksspiel] Unternehmen kündigen zu müssen", schreibt Clegg
weiter.
Verbot von Buchmachern entzieht Vereinen die Existenzgrundlage
Der sportliche Erfolg "vieler Teams hängt [auch] stark von dem Geld
ab, das sie durch Sponsoring [durch die Unternehmen aus der
Onlineglückspielindustrie] einnehmen. Für sie ist dies ein
verheerendes Signal", zitierte Clegg einen Kenner der Branche. "Wenn
die Online-Buchmacher in Polen nicht
tätig sein dürfen, dann werden sie sich von diesem Markt
zurückziehen und damit auch von allen Sponsoring-Verträgen."
Überraschende Entscheidung in den USA könnten als Vorbild dienen
Vielleicht ist aber die überrasche Entscheidung der Vereinigten
Staaten in der letzten Woche, die Umsetzung der amerikanischen
Glücksspielgesetze zu verzögern, ein Signal an andere Länder.
Vielleicht erkennen die Politiker in diesen Ländern, dass ein Verbot
von Online-Glückspielen sowohl für den Staat als auch für die
Spieler einfach nur ein schlechtes Geschäft ist. Es bleibt zu
hoffen, dass Polen in der kommenden Woche eine vernünftige
Entscheidung treffen wird.
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